
Als Mieze mit dem weitesten Anreiseweg hat es mich von meiner Heimatstadt Jakarta für mein Studium der Asienwissenschaften nach Bonn verschlagen. Hier entdeckte ich 2007 den orientalischen Tanz für mich, eine Leidenschaft, die ich später in Süd-Korea und Indonesien noch vertiefte. Seit 2009 bin ich regelmäßiges Mitglied der Bauchtanzauftrittsgruppe des Bonner Hochschulsports, wo ich auch erstmals mit Tribal in Kontakt kam. Obwohl ich eigentlich eher eine Hundeliebhaberin bin, wurde ich im Sommer 2011 als Mieze in den Stamm aufgenommen. Wann immer ich kann genieße ich (in sehnsüchtiger Erinnerung an meine stets warme Heimat) die Sonne, sei es im Freibad oder bei einem Stracciatella Eis im Café. Bei meinen Freunden bin ich für meine scharfe Küche bekannt, zudem bin ich der Gegenbeweis für das Vorurteil, dass Asiaten immer kleine Füße haben, und ich umgehe unangenehme Situationen, indem ich mangelnde Sprachkenntnisse vortäusche.
Wenngleich ich mich anfangs ein wenig schwer tat mit den vielen unterschiedlichen Kommandos, so schätze ich doch mittlerweile sehr das gemeinsame Tanzerlebnis beim Tribal, bei dem alle miteinander verbunden sind. Baghira ist für mich auch über das Tanzen hinaus eine Familie in Deutschland geworden, in der man nicht nur viel zusammen unternimmt sondern sich auch gegenseitig hilft und unterstützt.
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